Pressemeldungen

Der deutsche Meister steht in diesem Jahr schon im September fest. Denn im Rahmen der iba, der führenden Weltmesse für Bäckerei, Konditorei und Snacks vom 12. bis 17. September, treffen sich die besten Bäcker alle drei Jahre zu ihrem Finale: der Deutschen Meisterschaft der Bäckermeister. Vier Zweierteams treten am Dienstag, 15. September in Schaubackstuben auf dem Messegelände München gegeneinander an. Den Siegern winkt das internationale Geschäft, denn sie verstärken anschließend die deutsche Bäcker-Nationalmannschaft.

Alle drei Jahre findet die Deutsche Meisterschaft der Bäckermeister auf der iba statt. Messebesucher können am Dienstag, 15. September in Halle B3 live dabei sein. Für die teilnehmenden Teams ist die Herausforderung enorm: Nur sieben Stunden, von 9 bis 16 Uhr, haben sie Zeit, um ihre Wettbewerbsbeiträge fertigzustellen. Lediglich die Sauerteige dürfen schon am Vortag angesetzt werden. Für den Titel gefordert sind kunst- und geschmackvolle Brote, Kleingebäcke, Hefefeinteiggebäcke, Plunder- oder Blätterteiggebäcke sowie ein gebackenes Schaustück; alles passend zum diesjährigen Wettbewerbsmotto „Heimat“ und mit einer Auswahl genau definierter Rohstoffe. Nach Ende des Wettbewerbs werden die Beiträge auf dem Stand des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (Halle B3, Stand 230) ausgestellt. Dort findet um 17.30 Uhr auch die Siegerehrung statt und die Gewinner werden feierlich in die Bäcker-Nationalmannschaft aufgenommen.

TEAM 1: Weite Wege für die Deutsche Meisterschaft
„Für uns ist es eine große Ehre an der Deutschen Meisterschaft teilzunehmen“, sagt Daniel Plum vom Café Plum in Übach-Palenberg bei Aachen. Er tritt gemeinsam mit Maximilian Raisch von der Bäckerei Raisch in Calw an. Um dabei zu sein, nehmen sie einige Mühen auf sich, immerhin liegen ihre Backstuben über 400 Kilometer voneinander entfernt. So bereiten sich die beiden in Ein-Wochen-Blöcken vor, mal in Calw, mal in Übach-Palenberg. „Dann aber den ganzen Tag und manchmal bis in die Nacht“, erzählt er. Kennengelernt haben sich die beiden durch die Europameisterschaft der Bäckerjugend. „Maximilian hat ein Jahr vor mir daran teilgenommen“, erinnert sich Plum. „Als ich dort angetreten bin, hat er mir viele Tipps und Feedback gegeben.“ Beide holten bei den jeweiligen Europameisterschaften Bronze. Bei der Deutschen Meisterschaft der Bäckermeister hoffen sie auf mehr. „Wir trainieren hart und wollen natürlich auch gewinnen. Wichtig für uns ist aber, dass wir mit uns und unserer Leistung zufrieden sind. Wenn ein Team besser ist, müssen wir da den Hut ziehen. Fair Play gehört für uns zum Wettbewerb.“ So freut sich Plum auch auf die Konkurrenz: „Ein solcher Wettbewerb ist immer eine Bereicherung, weil man von jedem teilnehmenden Team viel lernen kann.“ Sie selbst seien gut eingespielt und könnten mit Wettbewerbssituationen gut umgehen. Wie gut, zeigen sie am 15. September auf der iba.
Daniel Plum, Cafe-Plum, 52531 Übach-Palenberg, Nordrhein-Westfalen
Maximilian Raisch, Bäckerei Raisch, 75365 Calw, Baden-Württemberg

TEAM 2: Topfit sein und Spaß haben
„Die begrenzte Zeit ist vielleicht der größte Stressfaktor“, sagt Johannes Dackweiler. Er weiß, dass am 15. September in der gläsernen Backstube auf der iba jeder Handgriff perfekt sitzen muss. Deshalb hat er mit seinem Teamkollegen in den vergangenen Wochen immer wieder daran gearbeitet, Arbeitsabläufe zu optimieren. Dackweiler, Inhaber der Hercules Vollkorn- und Mühlenbäckerei, geht mit Michael Gauert von der Bäckerei Josef Hinkel ins Titelrennen. Beide sind in Düsseldorf zu Hause, das erleichtert die gemeinsame Vorbereitung. Fünf bis sechs Stunden trainieren sie pro Woche, probieren daneben aber auch immer wieder Ideen in der laufenden Produktion aus. Für den Wettbewerb haben sie sich vorgenommen, mit kreativen Einfällen bei der Jury zu punkten. „Ein Wettbewerb auf einer so internationalen Messe ist eine riesige Herausforderung“, so Dackweiler. „Um gegen die Konkurrenten zu bestehen, muss man topfit sein. Wir wollen aber auch unseren Spaß haben.“ Ob dies gelingt, sehen Besucher auf der iba.
Johannes Dackweiler, Hercules Vollkorn- und Mühlenbäckerei, 40476 Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Michael Gauert, Bäckerei Josef Hinkel, 40213 Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen

TEAM 3: Ein klares Ziel vor Augen
Sie kennen sich seit der Meisterschule, teilten sich dort ein Zimmer und verstehen sich seitdem blind: Sebastian Dopheide von der Bäckerei Dopheide in Remscheid und Matthias Jakob von der Bäckerei Jourdan in Rengshausen. Nun backen sie gemeinsam um die Deutsche Meisterschaft. Auf der iba 2012 wären die beiden schon einmal fast dabei gewesen. Damals hielten sie sich als Reserveteam bereit, kamen jedoch nicht zum Einsatz. In diesem Jahr wird es anders sein – und Dopheide freut sich auf die Herausforderung: „Es ist spannend, sich mit anderen Bäckermeistern in einem solchen Wettbewerb zu messen“, sagt er. Der Zeitdruck macht ihm dabei weniger Sorgen. „Unser Programm steht, jeder weiß genau, was er zu tun hat. Jetzt heißt es einfach nur: üben, üben, üben.“ Zwei bis drei Stunden trainieren die beiden jede Woche und haben dabei ein klares Ziel vor Augen. „Wir wollen den Titel gewinnen und natürlich Mitglieder der deutschen Bäcker-Nationalmannschaft werden“, sagt Dopheide. Wie die beiden abschneiden, erleben Besucher auf der iba in München.
Matthias Jakob, Bäckerei Jourdan, 34593 Rengshausen, Hessen
Sebastian Dopheide, Bäckerei Dopheide, 42859 Remscheid, Nordrhein-Westfalen

TEAM 4: Die Big Bäcker
„Wir freuen uns zu zeigen, was wir können“, sagt Holger Schüren von „Ihre kleine Backstube“ in Nuthetal. „Ein solcher Wettbewerb ist immer eine super Erfahrung.“ Er selbst war 2014 bei der ZDF-Sendung „Deutschlands beste Bäcker“ dabei. Für seinen Bruder Olaf Schüren, mit dem er die Deutsche Meisterschaft bestreitet, ist die Wettbewerbssituation neu. Trotzdem ist sich Holger Schüren sicher: „Wir werden unser Bestes geben.“ Vor den Kollegen hat er großen Respekt: „Es ist eine unglaubliche Leistung, die die Bäcker dort abrufen.“ Entscheidend für den Erfolg sei, wie man mit der knappen Zeit umgeht: „Beim Wettbewerb müssen alle Abläufe hundertprozentig stimmen“, weiß Schüren. Hier werde man bis zur Messe intensiv trainieren. Antreten werden die beiden unter dem Namen „Big Bäcker“ – und das nicht ohne Grund. „Wer vorbeischaut, sieht gleich, warum wir uns so nennen“, sagt der Zwei-Meter-Mann, dessen Bruder eine ähnliche Größe aufweist. Zum Wettbewerbsthema „Heimat“ haben sie sich „einiges Überraschendes“ überlegt, sagt er. „Wir kommen aus der Region Berlin-Brandenburg – und in welcher Stadt, wenn nicht in Berlin, sind Einflüsse aus der ganzen Welt zu finden?“ Mit welchen Ideen sie die Jury begeistern wollen, sehen Besucher auf der iba.
Holger Schüren, Ihre Kleine Backstube, 14558 Nuthetal, Brandenburg
Olaf Schüren, Ihre Kleine Backstube, 14558 Nuthetal, Brandenburg

Jung, ideenreich und „made in Germany“: Neun innovative Unternehmen aus Deutschland präsentieren sich auf der iba (12. bis 17. September) im Rahmen des Gemeinschaftsstands „made in Germany“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Halle B3. Die Start-ups präsentieren dabei Software-Lösungen ebenso wie Innovationen aus dem Technikbereich – und setzen auf die Chance, sich einem großen, internationalen Fachpublikum auf der iba vorzustellen.

Individuelle Formen, Schriften oder Figuren zum Anbeißen:  Auf der iba stellt die Print2Taste GmbH (www.bocusini.com) den „weltweit ersten universell einsetzbaren Plug & Play-3D-Lebensmitteldrucker“ vor, das Plug & Play 3D Food Printing System „Bocusini“. Lange Zeit, so das Unternehmen, galten Lebensmittel als nur schwer druckbar, da bisher entwickelte Drucker auf einzelne Lebensmittel oder Anwendungen beschränkt waren. Bis jetzt. Denn mit seiner Innovation ist es dem Start-up-Unternehmen aus Freising gelungen, über 30 natürliche Lebensmittel in hoher Auflösung druckbar zu machen. Neu sind auch der Einsatz von einfach wechselbaren Lebensmittelkartuschen sowie eine Nutzeroberfläche für Smartphones und Tablets, mit der Nutzer eigene Formen erstellen können. Anschließend wird der Drucker mit der gewünschten  Lebensmittelkartusche (vor- oder selbstgefüllt) bestückt und die gewünschten Schriftzüge oder Figuren gedruckt. Zurzeit bereitet das Unternehmen die Markteinführung des „Bocusini“ vor, die Auslieferung der ersten Geräte soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Backwaren, Wetter und Big Data sind Elemente, auf denen die Geschäftsidee der meteolytix GmbH (www.meteolytix.de) basiert. Durch die Verbindung und Auswertung der Zusammenhänge von Kaufverhalten, Wettereinflüssen und vielen weiteren Faktoren möchte das Unternehmen das Geschäft von Bäckern und Konditoren, aber auch Gastronomen, voranbringen. Schließlich, so die meteolytix GmbH, haben Temperatur, Sonne oder Niederschlag Einfluss auf die Konsumfreudigkeit der Kunden – oder wer will bestreiten, dass Grillwetter den Absatz bestimmter Waren in die Höhe schnellen lässt? Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schwankungen im Absatz und im Konsumverhalten, die aufgrund externer Faktoren entstehen, zu untersuchen und individuelle Prognosen für Bäckereien und Konditoreien zu erstellen. Dadurch könne mit wenig Aufwand die Planung für jeden Tag optimiert werden, um Umsatzpotenziale voll auszuschöpfen, die Retoure zu verringern und um das Personal richtig einzusetzen.

Ebenfalls auf dem BMWi-Stand vertreten ist die Firma 'NJOYCUPS (www.njoycups.com) aus Lüdinghausen. Das Start-up-Unternehmen vertreibt klimaneutrale Becher und Verpackungen für Speisen und Getränke. Diese können im Offset-Druckverfahren individuell und in Fotodruckqualität bedruckt werden. Darüber hinaus hat das Unternehmen Becher im Programm, die zu 100 Prozent kompostierbar sind. Auf der iba präsentiert 'NJOYCUPS auch ihre neuen Cake-To-Go-Cups. Das Besondere an den Behältern ist: Die Kuchen können direkt in ihnen gebacken werden, erklärt Joana Zimmermann von ‘NJOYCUPS. „Wir haben Verfahren und Material so entwickelt, dass sichergestellt ist, dass sich die Beschichtung beim Backen nicht ab- oder auflöst. Das hat es bisher nicht gegeben“, sagt sie. Die Cups seien zertifiziert, lebensmittelrechtlich unbedenklich – und sie werden auf der iba zum ersten Mal überhaupt zu sehen sein.

„Für junge und innovative Unternehmen ist die iba die perfekte Plattform, sich und ihre Produkte oder Dienstleistungen erstmals zu präsentieren“, sagt Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH. „Wo sonst haben Start-ups die Chance, während einer einzigen Messe Feedback von Besuchern aus über 160 Ländern zu bekommen?“ Zudem sei die iba die ideale Gelegenheit, Ideen weiterzuentwickeln sowie neue Geschäfts- und Kooperationspartner zu finden. Dabei seien die Beteiligungskosten dank der Förderung des BMWi auch für kleine und mittelständische Betriebe überschaubar.

Insgesamt stellen sich neun Unternehmen auf dem BMWi-Stand auf der iba vor: Döinghaus cutting and more GmbH & Co. KG, Serve Systems GmbH, allergenis UG, 'NJOYCUPS, meteolytix GmbH, Klotzki Maschinenbau GmbH, GQ Systems GmbH, S.A:M GmbH & Co. KG und Print2Taste. Zu finden ist der Gemeinschaftsstand „made in Germany“ in Halle B3.

Listung erfolgt alphabetisch nach Firmennamen

Für Handwerksbäcker und -konditoren sind sie ein perfekter Einstieg: Erstmals in diesem Jahr bietet die iba kostenfreie, geführte Messetouren für kleine und mittelständische Betriebe an. Branchenexperten präsentieren dabei Produkte und Lösungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Handwerksunternehmen zugeschnitten sind. Wer dabei sein will, sollte jedoch schnell sein. Denn um auf den Touren optimale Bedingungen zu bieten, ist die Zahl der Teilnehmer bei den Rundgängen begrenzt. Anmeldungen sind möglich unter www.iba.de/messetouren.

Zehn Stationen, die das eigene Geschäft voranbringen. Das bieten die neuen Messetouren für Handwerksbäcker und -konditoren auf der iba. An ausgewählten Messeständen präsentieren Experten in kompakten fünf- bis zehnminütigen Präsentationen neue und innovative Produkte, Systemlösungen und Dienstleistungen für kleine und mittelständische Betriebe. Die Bandbreite reicht dabei von Maschinen- und Anlagentechnik, darunter energieeffiziente Backöfen, Kneter und Feingebäcklinien, über Ladenbau und Lichtdesign bis zu Themen wie Snacks und Kaffee. Dazu erfahren Bäcker und Konditoren, wie sie neue Konzepte erfolgreich umsetzen und mit welchen Ideen sie ihre Kunden begeistern.

„Auf der iba haben die Besucher die Zukunft der Branche im Blick. Denn hier werden Investitionsentscheidungen für die kommenden Jahre vorbereitet und getroffen. Die Messetouren sollen kleinen und mittelständischen Betrieben hierbei eine Hilfestellung sein“, sagt Heino Scharfscheer vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, der die Touren mitorganisiert. Deshalb durchlaufen sie bei den Messetouren die gesamte Prozesskette einer Bäckerei bzw. Konditorei. „Für kleine und mittelständische Betriebe sind sie ein perfekter Einstieg, um die Messe kennenzulernen und sich einen Überblick über das umfangreiche Angebot für Handwerksbetriebe zu verschaffen“, sagt Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH. „Mit geschärftem Blick können die Handwerksbäcker und -konditoren nach den Touren selbst eintauchen in die Messe, um sich über das ganze Produktspektrum der Aussteller auf der iba zu informieren.“

Geführt werden die Touren von Betriebsberatern der Landesinnungsverbände, die gemeinsam mit den Ausstellern für alle Fragen zur Verfügung stehen. Zeit für Fachgespräche bleibt aber auch nach den Rundgängen. Denn die Teilnehmer können sich auch im Anschluss bei den Experten und Betriebsberatern des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, des Deutschen Konditorenbunds, der Landesverbände und Vertretern der Fachschulen in Halle B3 über die Bereiche Technik, Marketing und Betriebswirtschaft informieren.

Die Messetouren für Handwerksbäcker starten am Sonntag, 13. September, um 11 und um 15 Uhr. Die Messetouren für das Konditorenhandwerks finden am Montag, 14. September, um 11 und um 15 Uhr sowie am Mittwoch, 16. September, um 11, 13 und 15 Uhr statt. Die Teilnahme an allen Messetouren ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Anmeldungen unter www.iba.de/messetouren.

Ob aus gesundheitlichen oder aus Lifestyle-Gründen, immer mehr Menschen achten verstärkt auf die Inhaltsstoffe ihrer Lebensmittel. Vegane Kuchen, laktosefreie Backwaren, Brot ohne Gluten: „frei von“-Backwaren und -Snacks sind mehr denn je gefragt. Auf der iba, der führenden Weltmesse für Bäckerei, Konditorei und Snacks, erfahren Bäcker und Konditoren, wie sie mit neuen Produkten bei ihren Kunden punkten. Workshops, Vorführungen, Rezeptideen, Produktneuheiten und viele weitere Anregungen erwarten sie in den Münchner Messehallen vom 12. bis 17. September 2015.

Während neuesten Forschungen zufolge etwa drei Prozent der Menschen in Deutschland unter einer Lebensmittelallergie leiden, beklagen rund 30 Prozent eine Lebensmittelunverträglichkeit. Neben dem notwendigen spielt aber auch der freiwillige Verzicht, zum Beispiel auf tierische Produkte, eine Rolle. „Bäcker und Konditoren haben die einzigartige Voraussetzung, dank ihres Könnens und ihres reichhaltigen Produktsortiments flexibel auf die Kundenwünsche zu reagieren“, sagt Peter Becker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks. Auch auf neue Ernährungstrends und Diätwellen müssten sie sich zunehmend einstellen. Auf der iba finden sie Lösungen, um diese Wünsche zu bedienen.

Brot 2.0: Ernährungstrends als Chance für die Backbranche
Nüsse, Gluten, Eier oder Milch: 14 Inhaltsstoffe hat die Europäische Kommission aufgelistet, über deren Einsatz auch Bäcker seit Dezember 2014 ihre Kunden informieren müssen. Denn die Zahl der Allergiker und Kunden mit Lebensmittelintoleranz steigt und die Nachfrage nach entsprechenden Produktalternativen wächst. Peter Becker sieht diese Ernährungsumstellung als Chance für die Backbranche: „Bäcker müssen auf diese Nachfrage reagieren und entsprechende Angebote in ihrem Sortiment haben“. Anstatt herkömmlichen Weizenmehls zum Beispiel gibt es verschiedene Zutaten, die kein Gluten enthalten und als Getreideersatz verwendet werden können. Ganz im Trend liegt derzeit die Chia-Saat. Die Samenkörner aus Südamerika haben gesundheitsfördernde Eigenschaften, machen die Teigverarbeitung komfortabler und stellen ein großes Potential für das Bäckerhandwerk dar. Sie werden nicht nur zur Veredelung von Brot und Backwaren verwendet, sondern können auch als Weizenmehl- oder Eiersatz verarbeitet werden, was Gluten-Allergikern und Veganern zugutekommt.

Tipps zum Einsatz von Chia-Samen und Rezeptideen gibt unter anderem die Firma Chia bia aus der Hamburger Vorstadt Schenefeld (Halle B4, Stand 553), die sich erstmals auf der iba präsentiert. Zusammen mit Bäcker Martin Günthner aus Bruckberg hat das Unternehmen Anfang 2014 erste Rezepte für Chia-Brote entwickelt. Inzwischen hat ein Chiabia-Rezeptwettbewerb fast 100 Rezepte für Brot, Kekse und Riegel hervorgebracht, die, zusammengefasst in einer Broschüre auf der iba erhältlich sind. Die Produkte aus verschiedenen Bäckereien können zudem am Messestand probiert werden. Weitere Tipps zum Einsatz der trendigen Ölsaat für Brot und Backwaren geben außerdem IREKS GmbH aus Kulmbach (Halle B4, Stand 330) und Original Chia aus Dänemark (Halle B4, Stand 154).

Die Martin Braun KG (Halle A4, Stand 351) präsentiert auf der iba neben innovativen Gebäckrezepten einen neuen Service für die Fachbesucher: den Infopoint Allergene. „Mit Hilfe eines  Touchscreens können Interessenten im LMIV-Portal beispielsweise unsere Produkte in ihrer genauen Zusammensetzung mit Nährwerten und Allergenen abfragen. Außerdem können sich Besucher die aktuellen iba-Konzepte und Gebäckrezepte direkt vom Infopoint per Email zusenden“, so Susanne Steinfort-Klass, Leiterin Kommunikation der Martin Braun-Gruppe.

Vegane Köstlichkeiten ganz einfach gemacht
Nach Schätzung des Vegetarierbunds Deutschland e. V. (VEBU) ernähren sich hierzulande über zehn Prozent der Bevölkerung vegetarisch bzw. vegan – Tendenz steigend. Diesen Trend sieht der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks ebenfalls als Chance für die Branche: Zusammen mit der Bundesakademie Weinheim berät der Verband über die Bedeutung und die Herstellung von veganen Backwaren und Snacks und stellt seinen Mitgliedern ausführliches Informationsmaterial zur Verfügung – eine Aktion, die die Tierschutzorganisation PETA gerade mit dem Progress Award 2015 ausgezeichnet hat. Auf der iba erhalten Bäcker und Konditoren u.a. Tipps, wie sich klassische Rezepte anpassen lassen. Im iba-Forum (Halle B3) führt außerdem Bernd Siefert, Grand Pâtissier und frischgekürter Konditorweltmeister 2015, am Mittwoch, 16. September um 11 Uhr vor, dass man weder Milch, Sahne, Butter oder Eier braucht, um köstliche Kuchen und Torten zu zaubern.
Darüber hinaus steht die BÄKO Zentrale Süddeutschland eG (Halle A3, Stand 251) mit ihrem „Snackexpress“ Bäckern und Konditoren mit Rat und Tat zur Seite. Hier gibt ein Beraterteam Tipps zur Umsetzung individueller Snackkonzepte für Bäckereien und zeigt entsprechende Rezepturen – zum Beispiel die Herstellung leckerer Ciabattas mit Wok-Gemüse. Auch die neue iba-Aktionsfläche „SnackTrendS“ in Halle B3 widmet sich unter anderem der Herstellung von veganen Snacks. Auf der zentralen Showbühne der Aktionsfläche erläutern Snackberater in zahlreichen Workshops, Vorführungen und  Vorträgen, wie individuelle Snackideen erfolgreich vermarktet werden.

Das österreichische Unternehmen backaldrin (Halle B2, Stände 110, 111, 210, 310) hat sich ebenfalls das Thema zu Herzen genommen. Zusammen mit TV-Koch und Buchautor Sebastian Copien hat backaldrin vegane Snackideen entwickelt – vom Soja-Aufstrich mit Beerenallerlei bis zum Karotten-Quinoa-Salat. Grundlage der Snacks ist „Vegipan“, ein hefefreies, veganes Vollkornbrot, das nun auch als Riegel erhältlich ist. Auf der iba serviert Sebastian Copien vegane Brot-Snacks und berät über die Umsetzung im eigenen Laden.

Die iba findet vom 12. bis 17. September 2015 auf dem Messegelände München statt. Geöffnet hat sie Samstag bis Mittwoch von 09:30 bis 18:00 Uhr, Donnerstag von 09:30 bis 17:00 Uhr. Mehr Informationen unter www.iba.de.

Das Thema Energiesparen gehört mittlerweile für jeden Bäcker und Konditor, ob im Klein- oder Großbetrieb, zum Geschäftsalltag. Auf der iba, die vom 12. bis 17. September 2015 auf dem Messegelände in München stattfindet, wird dem Rechnung getragen: Mehr als 700 von insgesamt 1.200 Ausstellern präsentieren energiesparende Neuerungen im Bereich Produktionstechnik und Prozessoptimierung.

Ob Backofen, Kühlanlage, Garautomat, Verkaufsvitrine, Heizung, Beleuchtung oder Warmwasser: In der Backstube und auch in den Filialen wird eine Menge Energie verbraucht. Energie sparende Lösungen, die die Betriebskosten erheblich senken, sind deshalb mehr gefragt denn je. Auf der iba finden Unternehmer von Einzel-, Filial-, und Industriebetrieben eine breite Palette an neuen Lösungen. „Ich bin gespannt auf die neuen technischen Energiesparlösungen, um die erheblichen Betriebskosten zu senken. Vor allem kleinen Betrieben empfehle ich, sich hier genauestens umzusehen und beraten zu lassen. Wer hier sinnvoll in energiesparende Technik investiert, kann der massiven Belastung angesichts steigender Strompreise die rote Karte zeigen“, sagt Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. Wer sich clever informiert, wisse, dass sich die Investitionskosten für neue Geräte schnell amortisieren, so Becker.

Wie man Energie effektiv nutzt und so den Verbrauch senkt, zeigt auf der iba unter anderem die MIWE Michael Wenz GmbH (Halle A2, Stand 311 und 511). Das Arnsteiner Unternehmen kennzeichnet besonders energieeffiziente Produkte aus seinem Haus sogar mit einem eigenen Energie-Gütesiegel e+. Am Messestand auf der iba können Besucher ein komplettes Energieverbund- und -managementsystem bei der Arbeit erleben: In der Backstube gewinnt die MIWE eco:nova von verschiedenen Backöfen Wärme getrennt aus Schwaden und Rauchgas zurück. An einem Gärvollautomaten schöpft die MIWE eco:recover die Abwärme ab. Und die MIWE eco:proof nutzt die rückgewonnene Energie zur sanften Beheizung eines Klimaraumes. Neu vorgestellt wird außerdem die MIWE eco:control, die als Monitor und Steuerungseinheit zur Überwachung der Energieflüsse dient.

Ihren neuen Netzbandofen Mistral 2.0 stellt die GBT GmbH Bäckerei Technologie (Halle B5, Stand 220) aus Villingen-Schwenningen vor, mit dem sie sich auch für den iba Award bewirbt. Mit dem energieoptimierten modularen Durchlaufofen können durch eine neuartige und patentierte Energienutzung der Rauchgase bis zu 30 Prozent Energie gegenüber konventionellen zyklothermisch beheizten Netzbandöfen eingespart werden, so das Unternehmen.  „Konventionelle Netzbandöfen haben einen sehr hohen Energieverbrauch“, erklärt Leila Kenan von der GBT GmbH Bäckerei Technologie. Es gebe Ansätze, mit Rauchgasen über Wärmetauscher Warmwasser zu erzeugen. Dieses sei jedoch in Bäckereien normalerweise ausreichend vorhanden. „Deshalb ist es sinnvoll, den Energieverbrauch anzugehen.“

Der französische Hersteller von Industriebäckereianlagen Mecatherm (Halle B2, Stand 150) setzt auf kontinuierliche Verbesserung von Produktentwicklungsprozessen. Hierbei liegt das Augenmerk vor allem auf der Bearbeitung von Teigen und dem Backvorgang, aber auch auf innovativen Neuerungen von der Endgärung bis zum Tiefgefrieren. Der energetische Aspekt bei diesen Lösungen nimmt dabei eine immer wichtigere Stellung ein. Auf der iba stellt Mecatherm unter anderem ein neues Förderband vor, das mit Sensoren ausgerüstet ist, die erkennen, ob Bleche im Umlauf sind und die Fördermaßnahme bei Leerlauf sofort unterbrechen. Auch im Bereich der Backöfen werden Neuerungen vorgestellt, die den Energiekonsum reduzieren.

Die HTT energy GmbH (Halle A2, Stand 541) befasst sich vorrangig mit dem Thema Wärmeträgertechnik. Ob Thermalölkessel, Elektroerhitzer und Temperiergeräte, Heiz-Kühl-Tiefkühlanlagen, Abhitzesysteme oder Dampferzeuger – im Programm finden sich alle wesentlichen Komponenten des thermischen Apparatebaus. Auf der iba präsentiert die Firma ihren neuesten Coup: den APEK Mini, ein Luftvorwärmer-System, das auch schon für kleine Thermalölanlagen ab 300 kW geeignet ist. So können auch kleine Betriebe ihre Abgaswärme vollumfänglich nutzen und bares Geld sparen.

„World of Process” lautet das Messemotto der WP BAKERYGROUP (Halle B4, Stand 120 und 130). Gemeint ist der Anspruch des Unternehmens, für jeden Prozessschritt eines Bäckerei- oder Konditoreibetriebs passende Lösungen anzubieten, darunter natürlich auch im Bereich Energie. So bietet der Geschäftsbereich WP Green maßgeschneiderte Lösungen zur effizienten Nutzung von Abgasen und Schwaden für die Wärmerückgewinnung. Die dadurch entstehende Energie kann für den Betrieb unterschiedlicher Geräte genutzt werden: für die Kühlanlage ebenso wie die Spülmaschine oder auch um das angrenzende Wohnhaus zu beheizen. Seine Premiere auf der iba feiert der Ofen Rototherm Green in der elektrisch beheizbaren Variante, der in nur fünf Minuten von 200 auf 250 Grad hochheizt. Beachtliche Energieeinsparung ermöglichen auch neu angeordnete Elektroheizstäbe, das neue Isolationskonzept WP Thermopackage sowie die komplett umlaufende Abdichtung der Backraumtüren.

Viele Informationen zum Thema Energiesparen und Energieeffizienz gibt es auch am Stand des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks (Halle B3, Stand 230). In einer eigens eingerichteten „Energie-Ecke“ stehen Energieexperten für Beratungsgespräche zur Verfügung. Daneben sind während der gesamten Messelaufzeit Mitarbeiter des Projekts EnEff-Bäckereien des Technologie-Transfer-Zentrums (ttz) Bremerhaven zu Gast, um wichtige Hinweise zum Umgang mit Energie zu geben. Schließlich sei es auch und gerade für kleine und mittelständische Betriebe interessant zu erfahren, wie sie Kosten senken können, betont Heino Scharfscheer vom Zentralverband. „Dabei liegt der Fokus darauf, den Betrieben Hinweise zu geben, wie sie Maschinen besser und effektiv nutzen, vom Abschalten von Maschinen über den Standby-Betrieb bis hin zur Auslastung der Backflächen.“ Zudem wird ein Energieleitfaden nach DIN EN ISO 50001 vorgestellt, der mittelständischen und großen Handwerksbetrieben wertvolle Tipps gibt und Möglichkeiten für die Praxis aufzeigt. Neben den Energieexperten stehen an allen Messetagen auch die Betriebsberater der Landesinnungsverbände und des Zentralverbands für Beratungsgespräche zur Verfügung.

Eine schöne Hülle ist nicht alles, aber ohne gute, hygienische Verpackung kommt heute kein Produkt mehr aus. So zeigen auf der diesjährigen iba – der führenden Weltmesse für Bäckerei, Konditorei und Snacks – mehr als 180 Firmen ihre Lösungen an Verpackungstechnik und -material. Premiere feiert dieses Mal ein eigener Themenbereich: die „Packaging Area“. In Halle B1 werden dort vom 12.  bis 17. September 2015 rund 50 Aussteller ihre Neuheiten und Lösungsvorschläge präsentieren. Im Mittelpunkt stehen natürlich Frische, Schutz, Haltbarkeit und Hygiene. Bedingungen, die eine gute Verpackung erfüllen muss. Aber: Gut aussehen soll das Produkt auch – eine schöne Hülle verführt zum Kauf.

„Das Interesse der Unternehmen aus diesem Bereich ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen“, berichtet Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH. „Allein im Bereich Verpackung sind diesmal 30 Aussteller neu dabei.“ Zwar werden auch in den anderen 12 Messehallen neue Verpackungslösungen, -techniken und -materialien von den Ausstellern präsentiert, doch aufgrund der gestiegenen Nachfrage erwarten den Fachbesucher in Halle B1 Verpackungsneuheiten – von Tiefzieh- bis Umverpackung –  in konzentrierter Form. Dass Verpackung nicht gleich Verpackung ist, lässt sich in der „Packaging Area“ in vielfältigster Weise erfahren.

Zum Thema Verpackung sind die Lösungen sehr differenziert – drei Bedingungen für Backwaren jedoch müssen grundsätzlich erfüllt werden: Sie müssen die Produkte auf dem Transportweg schützen, sie müssen für die entsprechende Haltbarkeit sorgen sowie die EU-Lebensmittelhygiene-Vorschriften einhalten. Die Anforderungen sind also hoch.

Zum ersten Mal auf der iba dabei ist unter anderem die Robert Bosch GmbH, Geschäftsbereich Verpackungstechnik. (Halle B1, Stand 567). Sie zeigt die neue horizontale Schlauchbeutelmaschine Pack 301 LS, die für hochkant stehende Biskuits und Cracker gedacht ist. Dieses innovative Packsystem gewährleistet eine erstklassige Produktqualität bei flexiblen Verpackungen. Es bietet Herstellern von Biskuits und Crackern bei einer zunehmenden Produktvielfalt unbegrenzte Möglichkeiten bei der Verpackung.

Bei den Kunden spiele Ressourceneffizienz sowie eine verlängerte Haltbarkeit der verpackten Produkte eine immer wichtigere Rolle, sagt Tanja Nickels von MULTIVAC (Halle B1, Stand 441). Deshalb stellt das Unternehmen auf der iba innovative Technologien vor, die es erlauben, Packstoffe, Energie und Kühlwasser sehr effizient einzusetzen, und die gleichzeitig zur Verlängerung der Haltbarkeit beitragen. Präsentiert wird unter anderem die Tiefziehverpackungsmaschine R 085, mit der sich Brotlaibe, Sandwiches oder kleine Mahlzeiten verpacken lassen. Auch Packungen mit Schutzgas sind möglich, so dass die Lebensmittel über längere Zeit haltbar bleiben. Für das Verpacken in Beuteln wird die Doppelkammermaschine BASELINE P 600 gezeigt, die ein zügiges Arbeiten erlaubt, da die Arbeitsgänge parallel ablaufen. Während eine Kammer evakuiert wird, kann die andere Kammer beladen werden.  Der Verpackungsmaschinenhersteller bietet seinen Kunden auch einen umfassenden Um- und Nachrüstungsservice, um die Maschinen auch für sich ändernde Anforderungen nutzbar zu machen, zum Beispiel für neue Verpackungsformate oder -materialien. Schließlich, so Nickels, spiegelten sich gesellschaftliche Veränderungen auch in der Verpackungsindustrie wider: Kleinere Haushalte, eine höhere Mobilität und die steigende Erwerbstätigkeit von Frauen bedeuten eine steigende Nachfrage nach Convenience-Produkten und Produkten in Portionspackungen.

Die niederländische Firma HOBA (Halle B1, Stand 360), die dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, präsentiert eine neu entwickelte Maschine zum Verpacken von Pita, Tortilla und arabischem Brot. Zur iba legt Hoba den Fokus zudem verstärkt auf schlüsselfertige Lösungen wie ihre Schneide-, Verpackungs- und Verschließmaschinen mit beispielsweise integrierter Etikettierung und Metalldetektoren. Gezeigt werden auch verschiedene Verpackungsarten wie aromadichte Verpackungen in Kombination mit einer Brötchenschneidemaschine und automatischer Zählung.

Ebenfalls 50-jähriges Bestehen feiert der erstmals teilnehmende italienische Maschinenhersteller Record SPA (Halle B1, Stand 470). Die Firma aus der Lombardei ist Partner von Konzernen wie Siemens oder Unilever und bietet flexible Verpackungslösungen von Brot und Croissants über Kekse und Muffins bis hin zu Pasta. Eine große Auswahl von neuentwickelten Flowpack- Maschinen, automatischen Zubringern sowie halb- bis vollautomatischen Verpackungssystemen wird auf der iba präsentiert.

Neu dabei ist auch die Firma NJOYCUPS aus dem nordrhein-westfälischen Lüdinghausen. Das Start-Up-Unternehmen vertreibt klimaneutrale Kaffeebecher und Verpackungen und präsentiert sich auf dem BMWi-Stand „Made in Germany“ in Halle B3. Die Firma achtet sowohl bei den verwendeten Rohstoffen als auch bei der Verarbeitung auf hochwertige Qualität. Immerhin hält ein Konsument einen To-Go-Becher durchschnittlich 21 Minuten lang in der Hand.  

So erhalten auf der Leitmesse der Backbranche mittelständische Filialbetriebe, Großbäcker, Hersteller von Teiglingen und der Lebensmitteleinzelhandel einen differenzierten und umfassenden Marktüberblick zum Thema Verpackung. Denn: Es kommt schließlich auch auf die Hülle an.

Spitzenkonditoren aus Asien und Europa treffen Mitte September in München zusammen: Beim iba-UIBC-CUP „Konditoren“ wetteifern vier Teams um die Goldmedaille. Der Wettbewerb findet im Rahmen der iba, der führenden Weltmesse für Bäckerei, Konditorei und Snacks, auf dem Messegelände München statt. Dort präsentieren vom 12. bis 17. September 2015 rund 1.200 Aussteller ihre Neuheiten und die kommenden Trends der Back- und Konditorbranche.

Sie beherrschen die Kunst der süßen Verführung, die Konditoren-Teams aus Südkorea, Taiwan, Norwegen und Deutschland, die beim iba-UIBC-CUP „Konditoren“ um den Titel konkurrieren. Alle drei Jahre findet der internationale Wettbewerb im Rahmen der iba auf dem Messegelände München statt – und bildet diesmal den Höhepunkt zum Abschluss der Messe auf dem Forum in Halle B3.

„Der iba-UIBC-CUP hat einen ganz besonderen Reiz, weil sich hier die besten Konditoren von zwei Kontinenten messen, auf denen die Patisserie hohes Ansehen genießt“, sagt Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbunds (BIV) und Vizepräsident der International Union of Bakers and Confectioners (UIBC). Für Besucher der iba sei er eine großartige Gelegenheit, herausragende Leistungen von Konditoren mehrerer Länder zu bestaunen, so Schenk weiter. „Es ist spannend zu beobachten, wie sie arbeiten, inwieweit sich die Herangehensweisen unterscheiden und welche Schaustücke sie fertigen.“

Der Startschuss für den Wettbewerb fällt am Mittwoch, 16. September, um 9.30 Uhr. Dann beginnt der zweitägige Wettbewerb um die Krone der Konditoren. In den vier Schaubackstuben in Halle B3 zaubern die zweiköpfigen Teams vor den Augen des Messepublikums ihre süßen Kreationen. Bis Donnerstag, 17. September, um 13 Uhr haben sie Zeit, die gestellten Aufgaben zu meistern. Das Thema in diesem Jahr lautet „Zirkus“. Hierzu produzieren die Teilnehmer ein Dekorstück aus Zucker, Schokolade, Marzipan und Nougat – oder einer Kombination aus diesen Zutaten, drei unterschiedliche Petits Fours, drei verschiedene Pralinen, zwei Figuren sowie eine Landesspezialität, in die eine Torte integriert ist.

Eine perfekte Vorbereitung sei eine der Voraussetzungen für den Erfolg, so Schenk. „Es darf nichts schiefgehen“, betont er. Schließlich stehe nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung, um die Aufgaben zu erfüllen. Schenk sieht aber noch eine andere Eigenschaft, die den guten von einem sehr guten Teilnehmer unterscheide: die mentale Stärke. „Die Teilnehmer müssen auf den Punkt genau fit sein, fast schon wie im Hochleistungssport. Und sie müssen ihr maximales Können abrufen – an zwei Tagen hintereinander.“

Aus Deutschland treten Annika Früholz aus Steinheim in Baden-Württemberg und Thomas Lakner aus Göggingen, ebenfalls aus Baden-Württemberg, an. Beide haben bereits Wettbewerbserfahrung gesammelt: Annika Früholz, tätig im elterlichen Betrieb, der Bäckerei Früholz, gewann den praktischen Leistungswettbewerb des Konditorennachwuchses der Handwerkskammer Ulm und nahm teil am Landeswettbewerb der Konditoren in Baden-Württemberg. Thomas Lakner, beschäftigt beim Backparadies Berroth in Schwäbisch Gmünd,  gewann im vergangenen Jahr im Team die Culinary-Trophy in Luxemburg. Ihre Konkurrenten beim iba-UIBC-CUP in München sind unter anderem Cathrine Nilsen und Hege Andersen Høgstø aus Norwegen sowie Dong-woo Lee und Hyunk-jin Kwon aus Südkorea sowie Peng Hao und Terry Yang aus Taiwan.

Am Donnerstag, 17. September, ab 13 Uhr werden die Wettbewerbsbeiträge der Teilnehmer in Halle B3 präsentiert und von 14 bis 15 Uhr von einer Fachjury bewertet. Die Siegerehrung findet gleich anschließend um 15 Uhr auf dem iba-Forum statt.

Teilnehmer:
Deutschland: Annika Früholz, Thomas Lakner
Norwegen: Cathrine Nilsen, Hege Andersen Høgstø
Südkorea: Dong-woo Lee, Hyunk-jin Kwon
Taiwan: Peng Hao, Terry Yang

Mehr als 200 Quadratmeter für eines der Trendthemen der Branche: Auf der neuen Themenfläche „SnackTrendS“ präsentiert die iba vom 12. bis 17. September 2015 auf dem Messegelände in München alles Wissenswerte rund um das Thema Snack. Mit Live-Vorführungen, Workshops, Beratungsgesprächen und Informationen von Ausstellern ist sie Anlaufstelle für alle, die ihr Snack Business vorantreiben wollen. Inhaltlich gestaltet wird die Themenfläche in Halle B3 durch die Snack Akademie, einem Kooperationspartner der iba. Norbert Kijak, Marketingleiter der Snack Akademie, verrät im Interview, was die Fachbesucher bei den „SnackTrendS“ erwartet.

Die Themenfläche „SnackTrendS“ feiert in diesem Jahr Premiere auf der iba. Was erwartet die Besucher dort?
Norbert Kijak:
Bei „SnackTrendS“ dreht sich – der Name sagt es ja schon – alles um Snacks. Es wird eine große Auswahl an Snack-Kreationen, neuen Ideen, Rezepten und Produkten geben, die auch gleich probiert werden können. Die Besucher erleben verschiedene Snackkonzepte, Equipment und Live-Vorführungen. Sie können sich über Aussteller informieren, sich von Experten beraten lassen und erhalten Antworten auf ihre individuellen Fragen. Dabei stehen für alle Themen, von der Produktion bis zum Marketing, die passenden Ansprechpartner bereit. Zudem werden in intensiven, weiterführenden  Workshops einzelne Themen noch einmal optimal vertieft.

Das hört sich nach einer Menge Information an…
Kijak:
Das Snack-Business heutzutage ist sehr vielschichtig und stellt in der aktuellen Wettbewerbssituation jeden Bäcker, ob groß oder klein, ob filialisiert oder nicht, vor enorme Herausforderungen: Welche Snackkonzepte erfüllen die Anforderungen und Wünsche der Verbraucher? Was erwartet der Kunde zu welcher Tageszeit? Was kann zentral gefertigt werden, was nicht und wann ist ein Snack erfolgreich? Auf der Themenfläche werden Konzepte für alle Stufen des Wertschöpfungsprozesses vorgestellt, angefangen bei der Entwicklung geeigneter Brot- und Backwaren bis zur optimalen Verpackung. Das Besondere dabei: Es werden zahlreiche Kompetenzpartner, z.B. MIWE, Delikant, Atollspeed und AGRANO/C. Siebrecht mit Geräten, Produkten und Personal eingebunden, so dass Voraussetzungen, Abläufe und Zusammenhänge der Bereiche deutlich werden. Der Besucher bekommt also einen transparenten und umfassenden Einblick in den Bereich Snacks.

Wie kann man sich das ganz konkret vorstellen?
Kijak:
Das Angebot auf der Themenfläche „SnackTrendS“ umfasst vier Module: Einen großen Showtresen, in dem „State of the Art“-Brot-Snacks für handwerklich orientierte Bäckerbetriebe gezeigt werden, von der „Lachs-Genießerrolle“ bis zur Piadina. Außerdem einen hohen Showanteil mit Fachdemonstrationen zu zahlreichen Themen, live präsentiert von den Kompetenzpartnern, moderiert und kommentiert von erfahrenen Snackspezialisten. Vertiefende Workshops, die Einblicke in empirische Untersuchungen und Hintergrundinformationen als Grundlage für strategische Entscheidungen im Betrieb bieten. Und schließlich eine Lounge mit Raum für intensive bilaterale Gespräche und Beratung. Ganz wichtig: All das wird in deutscher und englischer Sprache angeboten.

Sprechen Sie mit der Themenfläche neben Bäcker- und Konditorenbetriebe auch andere Zielgruppen an?
Kijak:
Natürlich haben wir Bäcker und Konditoren im Blick, wir haben aber auch Lösungen für Gastronomiebetriebe und Systemgastronomie, Restaurants, Hotels, Imbisse, Coffeeshops, Caterer, Tankstellen und Verbrauchermärkte. „SnackTrendS“ bietet ein umfangreiches Programm und Informationen aus allen Kategorien, von frischen Snacks und Tiefkühlsnacks über Feinkost, Frontbaking, Ladengestaltung, Heißgetränken und Kaffeemaschinen bis zur Snack-Technik.

Vegan, glutenfrei und gesund sind einige der aktuellen Schlagworte aus der Branche. Was sind die Trendthemen im Bereich Snacks?
Kijak:
Bei den Verbrauchern erleben wir derzeit einen umfassenden Trend zu bewusster Ernährung und den Wunsch nach guter Qualität bei gleichzeitig hoher Convenience-Erwartung. Hinzu kommen Themen wie vegan und vegetarisch – oder wenn es um Fleisch geht, ebenso das Bedürfnis nach hoher Qualität. Verbunden ist das Ganze mit der gestiegenen Bereitschaft der Verbraucher, für gute und hochwertige Produkte auch entsprechend mehr zu bezahlen. Hier liegen ungeahnte Wertschöpfungspotenziale.

Welche Rolle spielen diese Trendthemen im Snack-Markt von heute bereits und wie reagiert dieser darauf?
Kijak:
Natürlich spielen sich Veränderungen zuerst in den jungen und dynamischen Szenen der Städte ab. Durch die Omnipräsenz der elektronischen Medien gibt es allerdings auch hier kaum noch ein Kommunikationsgefälle, sodass diese Themen in zunehmendem Maße auch in der Fläche schneller angeboten werden können als in der Vergangenheit. Dennoch tun sich viele schwer, ein entsprechendes Angebot von sich aus umzusetzen. Hier gibt es noch erstaunlich viel Potenzial, mit seinem individuellen Konzept bei den Kunden zu punkten.

Generell gefragt: Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren im Bereich Snacks?
Kijak:
Der Erfolg vieler Snack-Konzepte hängt von logistischen Aspekten ab: Soll die Bäckereifachverkäuferin Snacks zubereiten oder eher verkaufen? Welche Vorteile hat eine zentrale Fertigung? Wie wird eine gleichbleibend hohe Snack-Qualität gewährleistet? Auf der Themenfläche „SnackTrendS“ zeigt die Snack Akademie, wie Abläufe transparent und effizient gestaltet werden können.

Inwieweit werden Informationen für internationale Besucher geboten?
Kijak:
Die deutsche Back- und Brotkultur gilt weltweit als herausragend sowohl was Geschmack als auch die Vielfalt angeht. Wir zeigen, wie Anbieter außerhalb Deutschlands ihren Kunden diese Vielfalt und diesen Geschmacksreichtum mit ihren Snacks vermitteln können. Und wir bieten Lösungen, die sich auch unter internationalen Logistikbedingungen hervorragend umsetzen lassen.

Zum Thema Snack gehört auch immer die Verpackung. Zeigen Sie auf der iba sinnvolle und umweltschonende Lösungen aus diesem Bereich?
Kijak:
Natürlich werden auf der iba auch Spezialverpackungen und nachhaltige Lösungen präsentiert, da die Anforderungen an moderne Snackkonzepte auch immer eine entsprechende Verpackung „to go“ beinhalten. Schließlich soll das Produkt problemlos mitgenommen und bequem unterwegs gegessen werden können.

Wachsende Mobilität und steigendes Gesundheitsbewusstsein erfordern Vielfalt, Qualität und gute Kalkulation. Was unterschätzen die meisten Bäcker bei der Auswahl ihres Snackangebotes?
Kijak:
Nicht die Breite des Angebotes, sondern die Qualität und die Vielfalt der Geschmackswelten bestimmen den Erfolg. Eine dezentrale Fertigung von Snacks mit zusätzlichem „Front Cooking“, Nudelkonzept und ähnlichem, alles hergestellt von einem Team aus Bäckereifachverkäuferinnen ist ein eher ungünstiger Ansatz. Zentrale Fertigung, eigene Convenience-Produkte und optimierte Abläufe in den Filialen bieten dagegen große Chancen. Die meisten Bäcker wissen sehr wohl, welchen Umsatz sie mit ihren Snacks machen, nur wenige wissen aber, was sie am Snack tatsächlich verdienen. Hier gilt es, das Angebot zu optimieren, sodass Wareneinsatz, Warendruck, Standzeiten und Retouren effizient aufeinander abgestimmt sind.

Wie steht es um die Ausbildung im Bereich Snacks? Welche Rolle spielt die Schulung der Mitarbeiter?
Kijak:
Bei anhaltender Konsolidierung und zunehmender Konzentrierung des Markts in der Filialisierung bilden sich immer größere Ketten mit einer Vielzahl von Mitarbeitern. Erfahrungsgemäß ist die Bezahlung der Mitarbeiter eher niedrig, die Arbeitsbelastung hoch und Fluktuation ein tägliches Thema. Unter diesen Bedingungen erfordert es hohes organisatorisches und personelles Geschick, das Qualitätsniveau im Snackbereich auf einem optimalen Level zu halten. Deshalb ist hier das Qualitätsmanagement ernsthaft gefordert. Es ist immer wieder zu erleben, wie gute Snackkonzepte in größeren Strukturen, die sich einer direkten Kontrolle entziehen, in Bedrängnis geraten. Deshalb gibt es in der Tat einen erhöhten Bedarf an nachhaltigen Schulungen. Gleiches gilt für die Einführung von Neuprodukten. Ihr Wohl und Wehe hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: Liegt das Produkt an der richtigen Stelle, ist es gut ausgezeichnet, gibt es die Möglichkeit, es zu probieren, weist ein Aufsteller darauf hin und wird das Produkt von den Fachverkäufern aktiv empfohlen? Hier müssen die Steuerung und Schulung des Personals im Vorwege sicherstellen, dass alle Register gezogen werden. Geschieht dies nicht konsequent, werden die Misserfolge im Nachhinein gerne extern gesucht. Dem gilt es unter allen Umständen im Vorwege entgegenzuwirken. Dann werden Snack-Konzepte auch erfolgreich sein.

Fotos: Delikant

Einen vollständigen Überblick über die gesamte Branche, ihre Neuheiten und Innovationen, das zeigt die iba vom 12. bis 17. September 2015 auf dem Messegelände München. Messeexperte Daniel Gundelach gibt Tipps, wie sich Fachbesucher auf die iba vorbereiten – und wir liefern die passende Checkliste für den Besuch auf der iba.

„Mindestens eine Woche vorher“, sagt Daniel Gundelach, „sollte man mit den konkreten Vorbereitungen auf den Messebesuch beginnen.“ Will man vorab Gesprächstermine vereinbaren, sollte man schon wesentlich früher starten. Denn dann sei die Chance, einen seiner Wunschtermine zu bekommen, wesentlich größer. Die Intensität der Vorbereitung hänge von den jeweiligen Zielen auf der Messe ab: Geht es vor allem um die Pflege bestehender Kontakte oder möchte sich der Fachbesucher einen umfassenden Marktüberblick verschaffen? Für diesen ist die iba als Weltmesse natürlich die ideale Gelegenheit. Denn sie bietet für Bäcker und Konditoren aller Betriebsgrößen, Caterer, Gastronomen und Entscheider aus dem Lebensmitteleinzelhandel das passende Angebot. Für eine kurze Vorab-Recherche im Online-Katalog über all die Bereiche, die auf der iba zu sehen sind, reichten zwei Stunden aus, so Gundelach. „Das ist allerdings das absolute Minimum“, betont er. Wer sich genauer informieren will und Termine vereinbaren möchte, sollte auf jeden Fall mehr Zeit einplanen.

Umfassende und nützliche Informationen: der Online-Katalog
Ob kurzer Überblick oder umfassende Recherche, die iba-Website bietet allen Fachbesuchern hervorragende Möglichkeiten, sich über die Messe zu informieren. Der Online-Katalog ist dabei das umfassendste Medium, um sich vorzubereiten. Dort lasse sich gezielt nach bestimmten Ausstellern, Marken, Produkten beziehungsweise Produktgruppen suchen. Es ist möglich, seine Favoriten zu markieren und man erhält Links zu Websites, Telefonnummern, Standnummern, Hallenpläne und Informationen zu Neuheiten. Die kostenfreie iba-App, die ab Ende Juni zur Verfügung steht, ist laut Gundelach vor allem ein idealer Begleiter bei der Anreise und für die Zeit auf der Messe. „Sie erleichtert die Detailplanung, hilft bei der Suche nach Ausstellern in den Hallen und bietet Zusatzinfos über Sonderschauen wie die COFFEE WORLD und Themenflächen wie SnackTrendS sowie das Programm des iba-Forums.“

Erstmals aufgelegt wird in diesem Jahr ein HandwerksGuide, der auf der Messe erhältlich ist. Er informiert Handwerksbäcker und -konditoren, welche Aussteller die auf sie zugeschnittenen Angebote haben. Auch ein eigener SnackGuide, in dem sich Aussteller aus diesem Bereich vorstellen, feiert in diesem Jahr Premiere; ebenso wie der neue Programmplaner auf der iba-Website in dem sämtliche Veranstaltungen, Vorträge und Fachdemonstrationen des iba-Programms aufgelistet sind – vom iba-Forum bis zu den internationalen Wettbewerben, die auf der Messe stattfinden.

Für Bäckereien und Konditoreien aller Betriebsgrößen sei die iba die Gelegenheit, sich fachlich weiterzubilden und viele Informationen zu sammeln, so Gundelach. Schließlich komme hier die gesamte Branche zusammen und man könne sich mit Kollegen aus aller Welt austauschen und sein Netzwerk ausbauen – in Gesprächen auf der Messe selbst, aber auch in bayerisch-gemütlicher Atmosphäre am Abend im iba-Oktoberfestzelt auf dem Messegelände. Sinnvoll sei,  so Gundelach, sich vorher Gedanken zu machen, was man wissen möchte und welche Informationskanäle auf der Messe hierfür genutzt werden können: Vorträge und Fachdemonstrationen auf dem iba-Forum, geführte Messetouren, der Besuch der Wettbewerbe, Treffen mit Branchenkollegen aus dem In- und Ausland oder Gespräche mit Ausstellern. Für letztgenannte empfiehlt Gundelach eine Liste mit Themen und Fragen, die man unbedingt ansprechen möchte: „So stelle ich sicher, dass ich am Ende auch wirklich alles Wichtige erfahren habe.“

Kluge Zeitplanung auf der Messe
Beim Aufstellen des Zeitplans warnt der Messeexperte davor, zu viele Termine zu vereinbaren. „Mehr als drei Viertel der verfügbaren Zeit sollte nicht verplant werden“, rät er. Zumal die iba mit zwölf Hallen einen umfassenden Überblick über alle Bereiche der Branche bietet. „Auch das gehört übrigens zu einer guten Vorbereitung: sich die Laufwege anzuschauen und sie zu optimieren.“ Berücksichtigen müsse man auch das Besucheraufkommen in den Hallen, sagt Gundelach, und man sollte auch etwas Zeit einplanen, um sich nach den Gesprächen Notizen machen zu können. Hinzu kommt, dass es auf der iba jede Menge zu erleben gibt – von faszinierender Technik bis zu den Besten ihres Fachs. Schließlich sind auf dieser Messe Maschinen, in einigen Hallen sogar ganze Produktionsstraßen, aufgebaut und in Aktion zu sehen – und in Schaubackstuben messen sich bei internationalen Wettbewerben die besten Bäcker und Konditoren der Welt.

Die iba, die alle drei Jahre stattfindet und auf der die Weichen für die kommenden Jahre gestellt werden, sei die Gelegenheit und der ideale Termin, sich zu informieren und für die Zukunft zu planen, so Gundelach. „Denn auf der iba präsentieren die Aussteller ihre Neuheiten und Innovationen. Hier sieht der Fachbesucher die kommenden Trends und erfährt, wie sich der Markt entwickelt.“

 

 

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